Vergangenen Donnerstag informierte uns Manoj Tamang darüber, dass die nepalesische Regierung plant, ab dem folgenden Tag den Zugang zu den meisten sozialen Medien wie Facebook, Instagram und WhatsApp für die Bevölkerung zu sperren.
Als Begründung wurde der Schutz vor Falschinformationen, kulturell nicht konformen Inhalten sowie pornografischem Material genannt. Bereits Wochen zuvor hatte die Regierung Unternehmen wie Meta kontaktiert und um Maßnahmen zur Regulierung, die Präsenz von Ansprechpartnern im Land sowie die Einhaltung nepalesischer Gesetze gebeten – jedoch reagierten nur wenige Anbieter auf diese Forderung.
Die Bevölkerung sieht in ihrem Land kaum Fortschritt, viele junge Menschen wandern ins Ausland ab.
Nun drohte auch jenen die Existenzgrundlage entzogen zu werden, die sich über soziale Medien eine Reichweite und ein Einkommen aufgebaut haben. Für viele Familien sind Messenger-Dienste zudem die einzige Möglichkeit, mit Angehörigen im Ausland in Kontakt zu bleiben.
Diese Entscheidung der Regierung löste nun landesweite Proteste gegen Korruption und Machtmissbrauch aus.
Vor allem junge Menschen brachten ihre Enttäuschung und Wut zum Ausdruck. Die Situation eskalierte gestern nach dem Eingreifen der Polizei. Im Kathmandu-Tal kamen dabei 24 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt – auch in anderen Regionen des Landes.
Mittlerweile sind alle Dienste wieder verfügbar, wenig überraschend ist heute Nepals Regierungschef Oli zurückgetreten.
Weitere Informationen zur aktuellen Lage in Nepal finden Sie auf tagesschau.de unter diesem Link.